Pflegedienstleitung übernimmt: Heidepflege in Letzlingen bleibt

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Zum 1. März 2026 kündigt der ambulante Pflegedienst Heidepflege in Letzlingen den Führungswechsel unter Nicole Pracht an. Die Pfeifferschen Stiftungen übergeben den Betrieb damit in die erfahrenen und verantwortungsbereiten Hände der jetzigen Pflegedienstleitung – und begleiten den Übergang. Die Heidepflege ist derzeit Teil des ambulanten Angebots der Pfeifferschen Stiftungen in der Region Gardelegen/Letzlingen.

Fachlich ist der Pflegedienst gut aufgestellt, wirtschaftlich jedoch erwies sich eine dauerhafte Fortführung in der bestehenden Trägerstruktur als nicht tragfähig. In der Suche nach einer geeigneten Fortführungslösung auch unter neuer Trägerschaft zeigte Pracht einen Weg zur Betriebsübernahme in eigener Hand auf.

„Natürlich hätten wir die Heidepflege gern selbst fortgeführt“, sagt Ulrike Petermann, Theologische Vorständin der Pfeifferschen Stiftungen. „Verantwortung heißt für uns aber auch, ehrlich zu prüfen, was wir dauerhaft selbst leisten können. Für die Heidepflege sehen wir diese Möglichkeit in unserer Trägerschaft nicht – umso mehr freuen wir uns, dass aus dem Team heraus eine neue Perspektive entsteht.“

Die Initiative von Nicole Pracht ermöglicht eine Verschlankung von Abstimmungswegen und Betriebsstruktur. Als bisherige Pflegedienstleitung kennt sie den Dienst, die Mitarbeitenden und die Bedarfe der Region genau.

„Ich habe die Heidepflege von Beginn an begleitet und glaube fest an dieses Projekt“, so Nicole Pracht. „Mein Ziel ist es, die Versorgung in der Region fortzuführen – mit einer schlankeren Struktur, kurzen Entscheidungswegen und großer Nähe zu den Menschen, die wir betreuen.“

Um diesen Schritt zu ermöglichen, begleiten die Pfeifferschen Stiftungen den Übergang bewusst auch über das formale Ende des bestehenden Mietvertrags hinaus. So soll sichergestellt werden, dass alle notwendigen administrativen und organisatorischen Schritte – von Gründung über Genehmigungen bis zu vertraglichen Regelungen – geordnet erfolgen können.

„Ein Trägerwechsel ist kein einzelner Stichtag, sondern ein Prozess“, erklärt Sophie Schönemann, Bereichsleiterin Ambulant im Quartier und innerhalb der Pfeifferschen Stiftungen zuständig für die Heidepflege. „Unser Ziel ist es, die Versorgung stabil zu halten, Mitarbeitende mitzunehmen und einen Bruch zu vermeiden.“

Für die betreuten Menschen und ihre Angehörigen bedeutet dies: Die Versorgung wird ununterbrochen weitergeführt, bekannte Ansprechpersonen bleiben erhalten.

Für die Pfeifferschen Stiftungen zeigt jedoch auch dieses Beispiel, dass ein auskömmliches Arbeiten in der Pflege unter den derzeitigen Rahmenbedingungen schwierig bleibt. „Ohne den außerordentlichen Einsatz von Frau Pracht hätte es keinen Träger gegeben, der das Projekt hätte fortführen wollen – dabei zeigt die Resonanz gerade hier, wie bedeutsam das Angebot für die Menschen ist. Wir setzen uns daher weiter für eine auskömmliche Finanzierung der Branche ein“, schließt Petermann ab.