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Junge Leute aus der Ukraine putzten Stolpersteine vor dem Gelände der Pfeifferschen Stiftungen

Im Rahmen des „Demokratiesommers 2018“ der Landeszentrale für politische Bildung sind in dieser Woche acht junge Leute aus der Ukraine zu Gast in Magdeburg. Am Donnerstag kamen sie in die Pfeifferschen Stiftungen, um sich über die Inklusions- und Erinnerungsarbeit der Stiftungen informieren und die Stolpersteine in der Pfeifferstraße putzen. Diese wurden 2014 bzw. 2015 vor dem Johannisstift bzw. dem Haus Bethanien verlegt und sollen an rund 50 Männer, Frauen und Kinder mit Behinderungen erinnern, die von den Nationalsozialisten im Rahmen des Euthanasie-Programms deportiert und ermordet wurden.

Die acht jungen Frauen und Männer sind Studierende aus der ukrainischen Kleinstadt Perejaslaw nahe Kiew, wie Organisator Peter Wetzel von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt berichtet. Ende Juli war im Rahmen des seit zehn Jahren laufenden Austausches mit der Ukraine eine deutsche Jugendgruppe zu Gast in Perejaslaw, wo u.a. die Arbeit in einem Kinder-Reha-Zentrum und der Besuch der Gedenkstätte Babij Yar auf dem Plan standen. Die Studierenden aus der Ukraine besuchen im Gegenzug in Magdeburg u.a. ein Seniorenheim, wollen mit dem ehemaligen Landtagspräsidenten Dieter Steinecke ins Gespräch kommen und besichtigten die Pfeifferschen Stiftungen, wo es neben einer Führung über das Gelände und einem Werkstattbesuch vor allem um die Erinnerungsarbeit zur Euthanasie in den Stiftungen ging. So berichtete u.a. Axel Gutsche, Bereichsleiter der Behindertenhilfe Wohnen, von einem emotionalen Besuch der Euthanasie-Gedenkstätte Bernburg. Im Anschluss verpassten die jungen Ukrainer den Stolpersteinen in der Pfeifferstraße mit Putzmittel, Lappen und Zahnbürsten eine Politur, bevor sie weiße Blumen niederlegten. 

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