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60 Jahre Hostienbäckerei der Pfeiffersche Stiftungen

Traditionsreiche Arbeit feiert 50 + 10 jähriges Jubiläum  

Zum Abendmahl in der Kirche bekommen die Gläubigen Brot und Wein gereicht. Anstelle des Brotes gibt es aber in der Regel eine Oblate, die sogenannte Hostie.
Die Hostien werden in speziellen Bäckereien hergestellt. Eine davon gibt es in Magdeburg in den Pfeifferschen Stiftungen. Vor 60 Jahren begannen die Diakonissen in den Stiftungen mit dieser Arbeit. Seit zehn Jahren werden die Hostien von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf dem ersten Arbeitsmarkt chancenlos sind, gebacken.  

Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen erklärt: „Das Backen der Hostien in den Pfeifferschen Stiftungen hat eine lange Tradition und ist inzwischen ein gutes Symbol für die Integration von Menschen mit seelischen Erkrankungen in unser Gemeinwesen. Darüber hinaus wird hier eindrucksvoll spürbar, von welcher großen Bedeutung das Abendmahl für Menschen ist.“
In großen Eisen wird der Hostienkuchen gebacken – das Rezept ist geheim. Eine dünne Platte mit 48 kreisrunden christlichen Motiven entsteht unter lautem Zischen. Wie eine riesige Backoblate, nur dünner. Aus diesem Hostienkuchen werden die Hostien ausgestanzt. Rund 100.000 der runden Plättchen backen die Mitarbeiter pro Jahr.  

Durch unser Krankheitsbild ist man natürlich froh, wenn man ein bisschen Vertrauen geschenkt bekommt und das möchte man natürlich dann auch ganz gern zurückgeben. Das heißt, die Qualität muss stimmen, “ sagt Mario Ulbrich. Er ist verantwortlich für die Endkontrolle der kreisrunden Hostien von etwa 3,2 cm Durchmesser.

4 Mitarbeiter arbeiten in der Hostienbäckerei. Nach der Kontrolle werden die Hostien in 500er- oder 1000er-Packungen verpackt. Und dann gehen die Päckchen mit den Plättchen auf die Reise. Nach Dänemark, Schweden, Frankreich und natürlich auch nach Sachsen-Anhalt. Bis heute wurden 11 Mill. Hostien aus den Pfeifferschen Stiftungen europaweit verschickt.

Für eine größere Vielfalt reicht das Angebot der Hostienbäckerei von glutenfreien Hostien über Doppelhostien, die z. Bsp. für die Herrnhuter Brüdergemeinde hergestellt werden, bis zu Brothostien. Brothostien werden dicker und dunkler gebacken als die normalen Hostien.

Die Pfeifferschen Reha-Werkstatt (PRW)

Hier werden Menschen mit seelischer Beeinträchtigung oder seelischer Behinderung engagiert und professionell unterstützt und begleitet.

Unabhängig von Weltanschauung und Konfession bietet die PRW Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr alle Möglichkeiten, vielseitige Tätigkeiten zu erlernen, zu vervollkommnen und eigenverantwortlich auszuüben. Die Beschäftigten können in der PRW bis zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt oder auch dauerhaft bis zu ihrer Altersrente arbeiten.  

Individuelle Betreuung und Förderung, die Arbeit im Team auf vielfältigen Tätigkeitsfeldern - all dies steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Beschäftigten der Reha-Werkstatt.  

Tätigkeitsfelder sind neben der Hostienbäckerei der Garten- und Landschaftsbau, Verwaltung / Büro/ Archiv, Montage / Konfektionierung, Handwerk / Fertigung, Hauswirtschaft, Floristik und der Verkauf und Versand der Kerzen aus der Kerzenproduktion unserer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.  

Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeits­arbeit

Leiterin Unterneh­mens­kommu­nikation

Ulrike Petermann

Telefon
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