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Quartiersmanagement und Tagespflegen: Konzepte gegen Einsamkeit in der Corona-Zeit

Veröffentlicht am: 24. November 2020


Die Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie betreffen uns alle. Aber es gibt zahlreiche Menschen, die trifft es besonders schwer und dazu gehören vor allem Ältere.

Viele Einrichtungen mussten schließen, um die Infektionszahlen einzudämmen und die Risikogruppen zu schützen. Das Quartiersmanagement und die Tagespflegen der Pfeifferschen Stiftungen bieten Konzepte, um Menschen, trotz des Lockdowns, vor der Einsamkeit zu schützen.

Wie funktioniert Pfeiffers Quartiersarbeit?

Um dem demografischen Wandel zu begegnen und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten und unabhängigen Leben im Alter gerecht zu werden, setzt die Quartiersarbeit der Pfeifferschen Stiftungen genau dort an, wo die Menschen leben. Wir sind die „Kümmerer“ vor Ort und helfen, im vertrauten Wohnumfeld aktiv und eigenständig zu bleiben und ein solidarisches Miteinander aller Generationen zu schaffen.

Ein Blickwechsel weg von der passiven Fürsorge und hin zu einer aktiven Vorsorge, die sich an den Bedürfnissen orientiert. Ziel ist es, vor Ort ein tragfähiges Netz aus sozialen Kontakten, praktischer Unterstützung für Alltag und Haushalt sowie attraktiven Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten zu schaffen. Immer in Kooperation mit etablierten örtlichen Vereinen, Behörden und engagierten Bürgern.

Corona und Quartiersarbeit

Unter Auflagen können sich ältere Menschen auch weiterhin in den Austausch begeben, Kino-Nachmittage erleben oder mit Gesellschaftsspielen der Einsamkeit entfliehen. Dafür gibt es auch durch eine Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur der Stadt Magdeburg die Möglichkeit, Tandems zu bilden.

„Freiwillige Helferinnen und Helfer treffen sich mit älteren Menschen zu einer Tasse Kaffee und bringen auch zur dunklen Jahreszeit den einen oder anderen Sonnenstrahl ins Gemüt zurück“, erklärt Sophie Schönemann, Quartiersmanagerin in Letzlingen.

Genau diese Gespräche mit älteren Besucherinnen und Besuchern können zum Wohlbefinden beitragen und Einsamkeit mindern. Auch während des letzten Lockdowns im Frühjahr gelang es einige Briefpatenschaften herzustellen, die nun wieder aufleben können.

Unterstützung in dieser schwierigen Zeit erhalten die Menschen auch über den sogenannten „Helferkreis“, der sich aus zahlreichen Ehrenamtlichen zusammensetzt. Die engagierten Ehrenamtlichen besuchen die Seniorinnen und Senioren in der Häuslichkeit, unterstützen u. a. im Haushalt und bei alltäglichen Wegen, wie dem Einkauf oder Arztfahrten.

Auch im Magdeburger Quartier „Treffpunkt Wohncafé“ am Milchweg lassen wir unsere Gäste und Klienten nicht im Stich: Unser ambulanter Betreuungsdienst unterstützt weiterhin unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen die Seniorinnen und Senioren zu Hause. Ebenfalls ist das Quartiersbüro zur gewohnten Zeit, immer donnerstags von 10 bis 15 Uhr, geöffnet.

Briefe gegen die Einsamkeit

Da das Wohncafé momentan nur im eingeschränkten Betrieb geöffnet hat, setzen wir mit „Briefen gegen die Einsamkeit“ ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit: Bitte schreiben Sie uns Briefe oder Postkarten mit Geschichten, Gedichten oder netten Worten, die Sie jemandem in dieser schwierigen Zeit sagen möchten.

Senden Sie sie an:
Pfeiffersche Stiftungen
Milchweg 31
39128 Magdeburg

Sind Sie interessiert und würden Sie sich über einen Brief freuen oder gerne einen schreiben, dann melden Sie sich bei unserer Ehrenamtlichen Lina unter (0391) 55 60 75 64.

Das Quartier ist von Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr unter Telefon: 0173 723 67 11 erreichbar. Wir bitten um eine vorherige Terminvereinbarung, damit wir uns Zeit für Ihr Anliegen nehmen können.

Nach intensiver Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern des Landes kann das Quartiersmanagement, unter Einhaltung der geltenden Hygieneauflagen, weiterhin Raum für Austausch und Begegnung anbieten.

Corona und Tagespflegeeinrichtungen

Auch pflegende Angehörige hat es in der Corona-Zeit hart getroffen, als die Tagespflegen schließen mussten. Im Lockdown „light“ dürfen sie jedoch geöffnet bleiben.

„In der Pandemie haben wir schnell gemerkt, wie wichtig und wertvoll auch die Tagespflegen sind. Täglich erreichten uns Anfragen von Angehörigen, ob wir weiterhin Patienten aufnehmen könnten. Die Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten und die Entlastung der Angehörigen sind dabei besonders wichtig“, berichtet Yvonne Muhlack, Pflegedienstleiterin Tagespflege Pfeiffersche Stiftungen.

Und weiter: „Bei einer demenziellen Erkrankung ist es vor allem wichtig, die Kognition zu beanspruchen und zu trainieren. Das gelingt uns durch unsere vielfältigen Angebote von ausgebildeten Fachkräften. Dies ist in der eigenen Häuslichkeit nicht immer möglich, weil viele pflegende Angehörige erwerbstätig sind.“

Die Tagespflegen und auch das Quartiersmanagement können einen wichtigen Beitrag gegen die Vereinsamung im Alter und Überlastung der Angehörigen leisten. Vor allem und gerade weil ein Teil-Lockdown das soziale Zusammenleben im Alter am meisten einschränkt.

Ausführliche Informationen zu den genannten Angeboten:
Tagespflege der Pfeifferschen Stiftungen
Quartier Letzlingen
Quartier Milchweg

Konzepte gegen Einsamkeit in der Corona-Zeit
© Matthias Piekacz

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Nancy Thiede
Leiterin Unternehmenskommunikation

Nancy Thiede

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