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Wirbelsäule - ein anatomisches Wunder

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Die Wirbelsäule gilt mit ihren vielen Gelenken als eine echte Bewegungskünstlerin. Sie hält uns aufrecht, trägt einen Großteil unseres Gewichts, ist gleichermaßen stabil und beweglich. Dennoch macht der Rücken sehr vielen Menschen zu schaffen. Unsere Wirbelsäule ist ein anatomisches Wunder. Sie besteht aus stabilen Bausteinen wie den Wirbelkörpern und flexiblen Bausteinen wie Bandscheiben und Wirbelgelenken. Erst die Kombination von beidem sorgt für Stabilität, Beweglichkeit und eine gute Lastenverteilung. Hinzu kommen Kapseln, Bänder, Sehnen, Muskeln und Nerven, welche die einzelnen Wirbel und größere Partien der Wirbelsäule miteinander verbinden.

Wir haben sieben Hals-, zwölf Brust- und fünf Lendenwirbel, aus denen die Wirbelsäule wie eine Kette aus ihren Gliedern zusammengesetzt ist. „Dazwischen sitzen die Bandscheiben, die wie Puffer funktionieren“, so Prof. Dr. Niels Follak, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bei Pfeiffers. Wie Kissen federn die 23 Bandscheiben Erschütterungen und Stauchungen ab. Knorpelartig, mit einer elastischen Substanz gefüllt, liegen sie als Puffer zwischen den Wirbeln. „Zum Problem werden sie, wenn sie degenerativ einreißen, etwa durch längere Überlastungen. Teile rutschen in den Wirbelkanal, wo das Rückenmark liegt – ein Bandscheibenvorfall. Drückt die Bandscheibe das Rückenmark stark zusammen, belastet das einzelne Nerven, beim Betroffenen kann es zu Rückenschmerzen und Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen kommen.“ Zusätzliche Stabilität erhält die Wirbelsäule durch ihre Doppel-S-Form, zudem bilden Wirbelkörper und -bögen einen Kanal, in dem so geschützt die zentrale Nervenbahn zwischen Hirn und Körper verläuft – das Rückenmark.
Rückenschmerzen hat fast jeder mal. Muskeln, Sehnen, Bänder, Nerven und die Wirbel können Ursachen sein. Rückenschmerzen können auftreten, wenn fernab des Knochenstabs und seiner Anhanggebilde innere Organe erkranken. Aber auch wenn die Seele brennt. Die Pein kann sich als Hexenschuss von einer Sekunde auf die andere einstellen oder sich über Wochen langsam als Hüftweh – Ischias – einschleichen. Wer seine Hals-Brust- oder Lendenwirbelsäule nicht mehr schmerzfrei bewegen kann, wird mit dem Etikett HWS-, BWSoder LWS-Syndrom versehen. Dahinter steckt das gleiche Übel: Die schmerzleitenden Nerven des Rückenmarks geraten unter Druck. „Anhand der Beschwerden, einer Anamneseerhebung, einer körperlichen Untersuchung, bildgebender Verfahren wie CT, MRT, Röntgenaufnahmen und elektrophysiologischen Befunden können wir die Ursache der Rückenschmerzen identifizieren, die Diagnose erstellen und die Therapie planen“, so Prof. Follak. Sein Fachgebiet ist die hochspezialisierte Wirbelsäulenchirurgie, die sich mit der operativen Behandlung von Patienten mit Beschwerden und Erkrankungen an Wirbelsäule und Rückenmark befasst. Neben der operativen Therapie eines Bandscheibenvorfalls, einer pinalkanalstenose der Wirbelsäule sind das Eingriffe bei Skoliose (Wachstumsdeformität), Wirbelbruch, Tumoren im Rückenmark und an der Wirbelsäule, Missbildungen sowie degenerative Instabilitäten und Wirbelgleiten.

Pfeiffers Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist die größte Sachsen-Anhalts. Niels Follak verweist auf das Kompetenzzentrum Wirbelsäule. Ziel sei die Bündelung von Wissen, Erfahrung und Qualifikation bei der Diagnostik und die Therapie akuter und chronischer Erkrankungen der Wirbelsäule im ambulanten und stationären Bereich. Die enge Zusammenarbeit mit der Schmerztherapieabteilung der Klinik für Anästhesiologie im selben Haus habe zudem positive Synergieeffekte.

Wirbelsäulenzentrum: 0391 / 8505-9853. 

Kontakt

Prof. Dr. med. Niels Follak

Praxen für Orthopädie im Samariterhaus

Prof. Dr. med. Niels Follak

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin, Physikalische Therapie, Chirotherapie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Kinderorthopädie, Fußchirurgie

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Die Wirbelsäule als Grafik