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Unsere Position zur Sterbehilfe

Veröffentlicht am: 6. März 2020

Ja zur Sterbebegleitung – nein zur Sterbehilfe

Am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung zur Selbsttötung als verfassungswidrig eingestuft und aufgehoben. Als konfessionelle Einrichtung mit Bereichen wie Hospiz, Altenhilfe und Krankenhäusern, haben die Pfeifferschen Stiftungen eine klare Meinung zum Urteil und zur aktiven Sterbehilfe.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes erlaubt es jedem Menschen, auf zumutbarem Wege an die Mittel zu gelangen, die es ihm ermöglichen, würdig und in Ausübung seiner Autonomie sterben zu können. Sterbehilfeorganisationen können ihr Angebot damit allen Menschen, die sich selbst töten wollen, zur Verfügung stellen, sofern diese freiverantwortlich entscheiden.

Den Wunsch nach Selbsttötung, nach Suizid, äußern Menschen in schwierigen, bedrängenden und Angst machenden Lebenssituationen. Dann, wenn sie sehr krank und gebrechlich sind oder sich sehr verletzlich fühlen. Rund um das Urteil des Bundesverfassungerichtes berichteten zahlreiche Medien über assistierte Selbsttötung als einzigen Weg, seine Selbstbestimmung angesichts einer solchen Situation zu behalten und auszuüben.

Palliative Versorgung und Hospizarbeit im Fokus der Pfeifferschen Stiftungen

In den Pfeifferschen Stiftungen gibt es dazu ganz andere Erfahrungen: Seit 20 Jahren begleiten wir Menschen im Hospiz und durch palliative Versorgung am Ende ihres Lebens. Hier stehen die Bedürfnisse der Kranken und ihrer Angehörigen im Vordergrund.

Bis zuletzt wird Leben in Geborgenheit, im Kreise der Familie und Freunden, möglich gemacht. Es gibt eine professionelle palliativmedizinische und pflegerische Betreuung und auch Seelsorger stehen als Gesprächspartner und Begleiter zur Verfügung.

So zeigen die Pfeifferschen Stiftungen Solidarität mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und ermöglichen Selbstbestimmung für ein gutes Leben bis zum Ende. Für eine diakonische Einrichtung steht die Würde jedes einzelnen Menschen im Vordergrund. Sie ist Ausdruck davon, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat und ihn bejaht und dass der Mensch sein Leben vor Gott verantwortet.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts kann dazu führen, dass gerade auf die verletzlichsten Menschen wie Alte, Kranke und Sterbende auf unterschwellige Weise oder auch ganz offen Druck ausgeübt wird, von Angeboten der organisierten Sterbehilfe Gebrauch zu machen. Eine „Entsolidarisierung“ gerade mit den Schwächsten der Gesellschaft kann die Folge sein.

Als Pfeiffersche Stiftungen befürchten wir einen Einschnitt in unsere auf Bejahung und Förderung des Lebens ausgerichtete Kultur. Aus diesem Grund gibt es in den Häusern der Stiftungen keine Möglichkeit zur Durchführung assistierter Selbsttötung. Wir wollen auch weiterhin Menschen am Ende ihres Lebens begleiten und ihnen zur Seite stehen.

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