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Asthma kann Atemnot auslösen und ist nicht heilbar. Doch es gibt Hoffnung.

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Wonnemonat Mai. Es grünt, es blüht - und nicht wenige Menschen niesen... Die Nase läuft, die Augen tränen. Wer geht schon wegen eines Schnupfens zum Arzt? Doch der scheinbar harmlose Heuschnupfen kann in vier von zehn Fällen zu Asthma führen. Am 2. Mai ist Welt-Asthma-Tag.

Husten, Atemnot, Röcheln: Menschen mit chronischem Asthma sollten sich behandeln lassen. Denn nur die richtige Therapie verhindert, dass die Funktionsfähigkeit der Lunge dauerhaft stabil bleibt. Asthma ist eine chronische Atemwegskrankheit, die zu Anfällen von Atemnot führen kann. Am besten bekannt sind das allergische und das intrinsische (nicht allergische) Asthma. Es gibt auch Mischformen.

„Bei einer asthmatischen Entzündung der Atemwege kommt es zur Schwellung der Schleimhaut, die Bronchialmuskulatur verkrampft sich und es wird vermehrt Schleim in den Bronchien produziert. Das behindert die Atmung“, erklärt Dr. Jost Achenbach, Chefarzt für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin und Thorakale Onkologie in der Lungenklinik in Lostau. Oft wird die Erkrankung nicht ernst genommen.

Schon bei wenige Monate alten Babys kann eine anhaltende Erkrankung oder Luftnot eintreten. „Das allergische Asthma ist die erste nicht übertragbare Volkskrankheit, die im Leben auftreten kann.“ Kinder leiden fast doppelt so häufig an Asthma wie Erwachsene, jedes zehnte Kind ist betroffen. Denn bei ihnen sind die Atemwege noch besonders anfällig - und sie sind häufig erkältet. Bei der Hälfte der Kinder klingen die Beschwerden somit in der Pubertät ab.

Die Ursachen für Asthma: „Eine Rolle spielt die Veranlagung. Entzündete Bronchien reagieren besonders empfindlich auf Reize. Außerdem gibt es äußere Auslöser wie etwa Allergene, kalte Luft oder Atemwegsinfekte, die für Atemnot-Anfälle hervorrufen können.“ Intrinsisches Asthma kann verschiedene Ursachen haben, so Infektionen, unverträgliche Medikamente oder Reiz- oder Giftstoffe wie Staub, Rauch oder Ozon. Das allergische Asthma kann durch Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben ausgelöst werden.

Die Risikofaktoren: „Allergiker, die an Heuschnupfen, Neurodermitis oder Milchschorf erkrankt sind oder waren, haben ein größeres Risiko für Asthma. Außerdem erhöhen Nikotin, Atemwegsinfekte, ein geringes Gewicht bei der Geburt, Übergewicht und Bewegungsmangel als Kind das Asthma-Risiko“, so Dr. Achenbach. Brisant: Viele Betroffene wissen gar nicht, dass es Asthma ist, was ihre Lungen quält. „Manche glauben, sie hätten eine chronische Bronchitis. Schließlich leidet jeder mal an einer Erkältung, hustet oder fühlt sich kurzatmig.“ Wer sich nicht sicher ist, ob seine Bronchien in Ordnung sind, sollte im Zweifelsfall unbedingt zum Arzt.

Pneumologen können mit zwei einfachen Tests auch im beschwerdefreien Zeitraum eine Atemwegsverengung und eine Entzündungsaktivität nachweisen bzw. ausschließen: mit der Peak-Flow-Messung, also die Messung des Luftstroms bei der Ausatmung, und einer Stickstoffmonoxidmessung der Atemluft (NO-Messung). Typischerweise ist der Spitzendurchfluss, also die Menge der ausgeatmeten Luft, bei verengten Atemwegen verringert und folglich der Stickstoffmonoxidanteil in der ausgeatmeten Luft erhöht. „Bei einer Atemwegsverengung mit vorhandener Entzündung sollte das Asthma ganzjährig behandelt werden.“, so Dr. Achenbach.

„Asthma ist nicht heilbar. Mit Medikamenten lässt sich die Krankheit aber gut kontrollieren. Bei optimaler Therapie soll die körperliche Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt werden“, sagt Dr. Achenbach.  Patienten mit chronischen Atemwegs- und Lungenkrankheiten leiden bei körperlicher Belastung schnell an Atemnot. Das führt dazu, dass sie sich weniger belasten und an Muskelkraft und Kondition verlieren. Genau darin liegt aber das Problem: Je mehr sie sich schonen, desto häufiger erdulden sie Luftnot. Ergänzend zu ihrer medikamentösen Therapie empfiehlt der Experte pneumologische Patienten dringend Bewegung. Kein Leistungssport, sondern eine spezielle Bewegungstherapie für Betroffene mit Asthma, COPD oder anderen Lungenerkrankungen.
Für weitere Fragen informieren Sie sich bitte unter www.lungenklinik-lostau.de.

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