Der österreichische Professor Dr. Anton Wollenek sagte über die Ikone, die er für das Diakonissen-Mutterhauses "Bethanien" in Magdeburg gemalt hat:
"[Die Ikone] rührt an das grösste Mysterium Gottes, an das dreifaltige Geheimnis als die "Erstursache" der Schöpfung, als der Keim und die Spitze des Lebensbaumes. Sie zeigt den darin ruhenden Gott in seiner Herrlichkeit, als den Sohn, den Logos und den Christus, als den Menschensohn mit den Wundmalen seines Todes und Opfers am Kreuz, somit auch Zeichen seiner Auferstehung. Sie zeigt den Gottessohn als Richter. Die in ihren Entscheidungen freie Menschheit erkennt Gott und strebt ihm freudig zu, oder aber sie meidet ihn und glaubt dem Widersacher.
Die Ikone zeigt so die Seligen, ebenso aber auch die Fernen, die Ratlosen und die Suchenden und deren Hoffnung auf Erlösung. Über allem ist der Glanz der Barmherzigkeit Gottes, aber auch der Ernst von Gesetz und Gericht.
Des Menschen Barmherzigkeit ist für diesen selbst ein Wagen auf dem Weg durch das "Nadelöhr" in das Reich Gottes (Lukas-Evangelium Kap. 18, 25), in das Paradies, dem Ort der Gerechten.
Der Bestimmung dieser Ikone als geistliches Bild in einem evangelischen Schwesternhaus entsprechend, in dem man seit nunmehr 100 Jahren leidenden Menschen dient, ist eine der Blüten des Lebensbaumes als "Luther-Rose" ausgeführt, als seine Petschaft, heute würde man sagen: als sein "Logo". Ausserdem zeigt die Krone an ihrem rechten Rand die Zeichen der Caritas und der Diakonie."