
Mit der Taufe eines "Krüppel"-kindes feierte unsere Anstaltsgemeinde am 8. Mai 1899 die Einweihung ihrer Kirche und den Beginn der Körperbehindertenarbeit. Bis heute ist die Kirche das geistliche Zentrum unserer Einrichtung. Am 1. Juli 1908 erhielten die Pfeifferschen Stiftungen Parochialrechte, d.h. sie wurden eine selbständige Kirchengemeinde.
Einer der ersten Fliegerangriffe auf die Stadt Magdeburg am 21. Januar 1944 traf vor allem die Pfeifferschen Stiftungen. Die Kirche wurde dabei so stark zerstört, dass die Fachleute ihren Abriss empfahlen. Entgegen diesem Rat bauten Diakonissen, Mitarbeiter und Bewohner der Pfeifferschen Stiftungen ihre Kirche nach dem Krieg gemeinsam wieder auf. Am Reformationsfest 1949 nahm die Gemeinde sie mit einem Festgottesdienst wieder in Gebrauch.