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Arbeiten mit Behinderung in der WfbM

Seit 1990 besteht die anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Mit Direktanbindung an die Straßenbahnhaltestelle der Linie 4 ist der selbstständige Weg zur Arbeit für viele Beschäftigte Normalität geworden und ein Teil unseres Bestrebens auf dem Weg zur Integration.

Die anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen, dient gemäß SGB IX, der Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben.

Wir bieten über 450 Menschen mit Behinderung einen individuellen Arbeitsplatz in unserer Einrichtung an. Unsere Beschäftigten erhalten im Arbeitsbereich, aus den von der Werkstatt erwirtschafteten Arbeitserlösen, ein Arbeitsentgelt (Grund- und Steigerungsbetrag). Urlaub und Beschäftigungszeit (zurzeit 37 Stunden) sind u. a. im Werkstattvertrag geregelt. Auf der Grundlage eines gesetzlichen Grundbetrages sind die Beschäftigten kranken-, renten- und pflegeversichert. Zusätzlich wird im Arbeitsbereich monatlich ein Arbeitsförderungsgeld gem. § 43 SGB IX gezahlt.

Wir unterscheiden verschiedene Werkstattbereiche, wie:

  • Eingangsverfahren
  • Berufsbildungsbereich
  • Arbeitsbereich

und arbeiten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern, wie Gärtnerei/Landschaftsbau, der Elektromontage und vielen mehr.

Eingangsverfahren

Das Eingangsverfahren dient zur Feststellung, ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung zur Teilhabe des behinderten Menschen am Arbeitsleben ist, sowie welche Arbeitsbereiche der Werkstatt in Betracht kommen. Das Eingangsverfahren vollzieht sich über einen Zeitraum von 3 Monaten.

Berufsbildungsbereich

In diesem Bereich erfolgt die interne berufliche Bildung sowie lebenspraktische Förderung. Der Förderzeitraum beträgt zwei Jahre. Ziel ist die Eingliederung in den Arbeitsbereich der Werkstatt bzw. die Vermittlung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereich bietet für alle Beschäftigten, die eine berufliche Bildung abgeschlossen haben, ein umfangreiches Angebot an sinnvollen, behindertengerechten Arbeitsplätzen. Ziel ist die Stabilisierung und Förderung der Gesamtpersönlichkeit, sowie die Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Tätigkeitsfelder

  • Gärtnerei/Landschaftsbau
  • Elektromontage
  • Industriemontage/Verpackung
  • Leichtmontage
  • Montage/Labor
  • Metallverarbeitung
  • Tischlerei
  • Elektrodemontage
  • Wasserzählerdemontage
  • Stuhl- und Korbflechterei
  • Hauswirtschaft/Gebäudereinigungsservice
  • Näherei
  • Verteilerküche
  • Kerzenproduktion

Werkstattrat (WR)

Seit vielen Jahren vertritt ein gewählter Werkstattrat die Interessen der Beschäftigten in unserer Werkstatt.

Allgemeine Aufgaben der Mitglieder des Werkstattrats

  • Der Werkstattrat setzt sich für die Interessen, Wünsche und Sorgen der Beschäftigten ein.
  • Die Mitglieder arbeiten eng mit der Werkstattleitung zusammen.
  • Die Mitglieder verpflichten sich, über die persönlichen und vertraulichen Belange zu schweigen.
  • Der Werkstattrat trifft sich einmal im Monat zu einer Sprechstunde für alle Beschäftigten der Werkstatt.
  • Der Werkstattrat nimmt Anregungen und Beschwerden von Werkstattbeschäftigten entgegen und tritt gegebenenfalls mit der Werkstattleitung in Verhandlungen.
  • Weiterhin hilft der Werkstattrat bei der Planung von Veranstaltungen und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Wahl des Werkstattrats

Alle 4 Jahre wird der Werkstattrat in geheimer und unmittelbarer Wahl neu gewählt. Die Wahl vollzieht sich nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl.

Kontakt:

werkstattrat@pfeiffersche-stiftungen.org

Begleitende Maßnahmen

Neben dem vielfältigen Angebot an individuellen Arbeitsmöglichkeiten schaffen wir verschiedenste Angebote zur Förderung der Gesamtpersönlichkeit.

Diese begleitenden Maßnahmen finden in der Regel während der Arbeitszeit statt und schaffen die Möglichkeit, vom Arbeitsalltag abzuschalten zudem trägt es zu der Förderung der Gesamtpersönlichkeit bei. Sie umfassen Angebote aus den Bereichen: Sport, Bildung, Kreativ, Therapie und Beratung in verschiedenen Lebenslagen.

Ergotherapiepeutische Angebote / Beratung

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Psychomotorik
  • Logopädie
  • psychologische Betreuung
  • Musiktherapie

Bereich Bildung

  • in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule: Lesen, Schreiben, Rechnen, Englisch
  • Theatergruppe
  • Verkehrerziehung
  • Betriebsfahrerlaubnis

Bereich Kreativ

  • Kreativzirkel
  • AG Marionettentheater

Bereich sportliche Aktivitäten

  • Fußball
  • Tischtennis
  • Schwimmen

weitere Angebote

  • Disco
  • Kino
  • Fasching
  • Weihnachtsfeier
  • Werkstattfest

Förderbereich

In den Fördergruppen der Pfeifferschen Stiftungen werden Menschen mit wesentlichen körperlichen, geistigen und Mehrfachbehinderungen betreut, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder nicht mehr in der Werkstatt tätig sein können.

Ziel unserer Arbeit ist, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen und die Werkstattfähigkeit schrittweise zu erreichen. Die Festigung des Selbstvertrauens, der Eigenständigkeit und des Zusammengehörigkeitsgefühls jedes Einzelnen stehen dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Heilpädagogische Fördermöglichkeiten

Um die Aufgaben und Ziele des Förderbereiches umsetzen zu können, stehen ein vielseitiges heilpädagogisches Beschäftigungsangebot und entsprechend ausgestattete, individuell gestaltete Räumlichkeiten (z.B. Snoezelraum, Bällchenbad, Kreativraum und ein Pflegebad zur hygienischen Versorgung sowie rollstuhlgerechte Sanitäranlagen) zur Verfügung.

Ansprechpartner

Sozialer Dienst

Simone Erban

Telefon
0391 / 85 05 - 696

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Wir bieten interessierten FSJ'lern die Möglichkeiten, Erfahrungen im sozialen Bereich sowie in der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderung zu sammeln.
Wir erwarten von unseren FSJ'lern Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft in der:

  • Betreuung, Beaufsichtigung und Anleitung der behinderten Beschäftigten bei der Arbeit
  • Unterstützung des Gruppenleiters und Mitarbeit bei Aufträgen,
  • Mithilfe bei begleitenden Maßnahmen.

Lernen Sie das Leben in der Werkstatt kennen und begleiten Sie unsere behinderten Menschen unter anderem zu Bildungsreisen, Tagesausflügen und den in der Werkstatt stattfindenden Kino- und Discoveranstaltungen.