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Pfeiffersche Reha-Werkstatt (PRW)

In der Pfeifferschen Reha-Werkstatt werden Menschen mit seelischer Beeinträchtigung oder seelischer Behinderung engagiert und professionell unterstützt und begleitet.

Unabhängig von Weltanschauung und Konfession bietet die PRW Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr alle Möglichkeiten, vielseitige Tätigkeiten zu erlernen, zu vervollkommnen und eigenverantwortlich auszuüben.

Die Beschäftigten können in der PRW bis zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt oder auch dauerhaft bis zu ihrer Altersrente arbeiten.

Individuelle Betreuung und Förderung, die positive und freundliche Atmosphäre, die Arbeit im Team auf vielfältigen Tätigkeitsfeldern - all dies steigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Beschäftigten der Reha-Werkstatt.

Unsere Beschäftigten erhalten ein Arbeitsentgelt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Urlaubs- und Beschäftigungszeiten (zurzeit 35 Stunden wöchentlich) sind im Werkstattvertrag geregelt. Zusätzlich wird im Arbeitsbereich monatlich ein Arbeitsförderungsgeld gem. § 43 SGB IX gezahlt.

Tätigkeitsfelder

  • Garten- und Landschaftsbau
  • Verwaltung / Büro/ Archiv
  • Montage / Konfektionierung
  • Handwerk / Fertigung
  • Hauswirtschaft
  • Floristik und Verkauf
  • Hostienbäckerei und Versand
  • Kerzenproduktion

Häufig gestellte Fragen zum Arbeiten mit psychischer Erkrankung

Was bietet die Werkstatt an?

Die PRW bietet Arbeit und berufliche Bildung für Menschen, die nach Krise oder Erkrankung nicht mehr oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können. Neben möglichen Tätigkeiten und Qualifizierungen in unterschiedlichen Arbeitsgruppen gibt es psychosoziale Unterstützung, Begleitende Maßnahmen und bei Eignung Maßnahmen zur Förderung des Übergangs auf den allgemein Arbeitsmarkt oder in weiterführende Maßnahmen.

Wie gestaltet sich die Aufnahme?

Zur Vorabklärung sollte ein Informationsgespräch oder eine telefonische Beratung beim Sozialdienst der WfbM erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Praktikum zum Kennenlernen der PRW auszuführen.

Notwendig ist dann die Antragstellung bei der Arbeitsagentur, oder, wenn eine Erwerbsminderungsrente bezogen wird oder bereits sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse bestanden haben, bei der Rentenversicherung.

Nach Aufnahme beginnt die Maßnahme im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich.

Hierzu können Sie sich vom Sozialdienst eingehend beraten lassen: Frau Engel - Tel. 0391 / 8505263

Wie lange dauern Eingangsverfahren (EV) und Berufsbildungsbereich (BBB)?

Das ist abhängig von der Bewilligung durch Arbeitsamt oder Rentenversicherungsträger: Das EV dauert drei Monate, der BBB mindestens ein Jahr und höchstens zwei Jahre.

Wie läuft die Zeit im EV und BBB ab?

Das wird jeweils individuell von Werkstatt und Teilnehmer/in geplant und richtet sich nach deren/dessen Fähigkeiten, Interessen und Wünschen. Weitere Auskünfte gibt Ihnen auch hier gern der Sozialdienst.

Was ist, wenn ich während des EV/BBB einen Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz finde? Kann ich dann die Maßnahme abbrechen?

Das ist jederzeit möglich.

Was passiert, wenn EV und BBB beendet sind?

Das ist immer abhängig vom Verlauf der Zeit im EV/BBB. Meistens wird eine der drei folgenden Möglichkeiten eintreten:

  1. Eine Verlängerung des BBB. Dies ist möglich, wenn die Leistungsfähigkeit während einer Verlängerung weiterentwickelt oder wiedergewonnen werden kann, so z.B., wenn die Verlängerung für ein mehrmonatiges Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt genutzt werden soll.
  2. Ein Wechsel in den Arbeitsbereich der Werkstatt oder auf einen Außenarbeitsplatz. Das bedeutet, dass Sie ab diesem Zeitpunkt einer Tätigkeit in einem der Arbeitsbereiche oder auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz nachgehen. Es handelt sich dabei nicht um eine reguläre Anstellung, sondern ein sogenanntes "arbeitnehmerähnliches Beschäftigungsverhältnis". Das heißt, dass Sie keine tarifliche Bezahlung erhalten, sondern den Werkstattlohn (s. obige Frage zum Verdienst). Es werden weiter Beiträge zur Rentenversicherung, Unfallversicherung und Krankenversicherung gezahlt. Diese Maßnahme ist zeitlich nicht begrenzt und wird vom zuständigen Sozialhilfeträger finanziert.
  3. Ein Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, in eine Ausbildung oder eine weitere Maßnahme der beruflichen Rehabilitation. Über den Wechsel in eine Ausbildung oder eine weitere Maßnahme der beruflichen Rehabilitation wird in den meisten Fällen vom Arbeitsamt entschieden. Die Werkstatt gibt in diesen Fällen lediglich eine Empfehlung ab.

Ich möchte so schnell wie möglich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (zurück). Was muss ich dafür tun?

Auch das ist jeweils abhängig vom Einzelfall, so z.B. von Schul- und Berufsausbildung, den Beeinträchtigungen durch seelische Krisen und psychischer Erkrankungen und deren Folgen, Belastbarkeit, dem Vorhandensein konkreter beruflicher Wünsche und Ziele. Grundsätzlich sollten Sie diesen Wunsch möglichst früh äußern, so dass die weitere Planung darauf ausgerichtet werden kann. In jedem Fall sollte spätestens zum Ende des BBB ein längeres Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (ca. 3 Monate) erfolgreich durchgeführt worden sein.

Wie sind die Arbeitszeiten in der Werkstatt?

Die Wochenarbeitszeit beträgt 35 Stunden (einschließlich Pausen und Begleitende Maßnahmen). In der Regel geht die Arbeitszeit von 7:30 Uhr bis 14:40 Uhr, am Freitag bis 13:50 Uhr.

Andere Arbeitszeitmodelle und Teilzeitbeschäftigung sind im Bedarfsfall möglich.

Der Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage, zuzüglich 5 Tage bei Vorhandensein eines Schwerbehindertenausweises.

Ich habe Angst, dass mir die Arbeit in der Werkstatt zu viel wird. Was passiert, wenn ich die Arbeit hier nicht schaffe?

Wenn Sie merken, dass Sie mit der aktuellen Arbeitssituation nicht mehr zurechtkommen, sollten Sie das unverzüglich mit der Gruppenleitung oder dem Begleitenden Dienst besprechen. Gemeinsam kann dann eine Veränderung von Arbeitszeit, Arbeitsdauer, Arbeitsplatz oder Art der Arbeit vereinbart werden. In Fällen besonders schwerer und dauerhafter Überbelastung können auch eine vollständige Unterbrechung der Werkstatttätigkeit oder ein Wechsel in eine andere Maßnahme (Ergotherapie, Tagesstätte) vereinbart werden.

Was mache ich, wenn es mir in der Werkstatt nicht gefällt?

Wenn sich die Unzufriedenheit nicht beseitigen lässt, können Sie selbstverständlich jederzeit in der Werkstatt aufhören.

Was verdiene ich in der Werkstatt?

Im EV/BBB: Wenn Sie vor der Werkstatt Arbeitslosengeld/Arbeitslosenhilfe/ Krankengeld oder Lohnfortzahlung bezogen haben, erhalten Sie Übergangsgeld. Dessen Höhe ist abhängig von dem zuvor erzielten Arbeitseinkommen. Wer eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhält, erhält diese weiter, so lange, wie diese bewilligt wurde. Eventuell wird die Rente durch anteiliges Übergangsgeld oder Sozialhilfe ergänzt. Alle anderen erhalten ein Ausbildungsgeld in Höhe von 63 € im ersten, bzw. 75 € im zweiten Jahr des BBB. Auch hier kann ein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe bestehen. Nach dem Wechsel in den Arbeitsbereich (nicht bei einem Praktikum im Arbeitsbereich): Wer eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhält, erhält diese weiter, so lange, wie diese bewilligt wurde. Alle vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter/Innen erhalten außerdem 75 € Grundlohn, 26 € Arbeitsförderungsgeld und den Steigerungsbetrag. Der Steigerungsbetrag ist tätigkeits- und leistungsabhängig und richtet sich nach dem, was durch die Werkstatt erwirtschaftet wird.

Bin ich in der Werkstatt krankenversichert/rentenversichert?

Ja. Dabei werden Rentenversicherungsbeiträge und Krankenversicherungsbeiträge vollständig von der Werkstatt gezahlt, sofern der Gesamtlohn unter ca. 504 € liegt. Die Höhe der Beiträge ist dabei so bemessen, als ob der Lohn ca. 2000 € betrüge.

Gibt es weitere Leistungen in der PRW?

Bestandteil der Maßnahme sind das Mittagessen sowie die Fahrkarte, bzw. die notwendige Beförderung.

Notwendige Arbeitskleidung wird ebenso von der PRW übernommen.

Ich möchte ein Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt machen. Was muss ich bedenken?

Teilen Sie uns diesen Wunsch möglichst bald mit und sprechen Sie mit dem Begleitenden Dienst oder der Gruppenleitung darüber, welche Unterstützung Sie wünschen. Vor dem Beginn eines Praktikums muss zur Sicherstellung des Unfallversicherungsschutzes mit dem jeweiligen Betrieb ein Praktikumsvertrag abgeschlossen werden. Diesen erhalten Sie vom Begleitenden Dienst.

Ich bekomme bereits Rente und möchte nicht mehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Kann ich trotzdem in der Werkstatt bleiben?

Ja, das ist möglich. Die Rente wird trotzdem weiter gezahlt. (siehe auch nächste Frage)

Wie viel darf ich in der Werkstatt zu meiner Rente dazuverdienen?

Der Lohn im Arbeitsbereich der Werkstatt wird nicht als Einkommen auf die Rente angerechnet, selbst wenn er über den Hinzuverdienstgrenzen liegt.

Müssen meine Angehörigen, mein Lebenspartner oder ich zu den Kosten für den Werkstattaufenthalt etwas beitragen?

Nein. Nur, wenn das bereinigte Haushaltseinkommen größer als 782 € (Stand: Jan. 2014) ist, kann von Mitarbeiter(Innen) im Arbeitsbereich verlangt werden, dass sie einen Kostenbeitrag zum Mittagessen zahlen. Unter Umständen ist dieser Kostenbeitrag auch aus vorhandenem Vermögen zu zahlen. Weitere Informationen gibt der Begleitende Dienst.

Ansprechpartner

Sozialer Dienst

Janet Engel-Fesca

Telefon
0391 / 85 05 - 263

Beratung

 

Offenes Beratungsangebot montags 10 Uhr -12 Uhr  

Ort: Pfeiffersche Stiftungen, Pfeifferstr. 10, Handwerkerheim 3. Etage (Zi. 305)

39114 Magdeburg