Die Computertomographie (CT) ist ein Röntgenverfahren.
Die modernen Computertomographen sind in der Lage, mehrere Schichten des Körpers gleichzeitig zu untersuchen und die Bilder in Sekunden zu berechnen. Zugleich lassen sich Bilder in 3-D berechnen, womit neue Bildeindrücke gegeben sind.
Die CT bietet in allen Bereichen ihrer Anwendung im Vergleich zur herkömmlichen Röntgenaufnahme eine erheblich höhere Aussagekraft. Dabei muss der höhere diagnostische Zugewinn mit einer höheren Strahlenexposition erkauft werden. Durch die moderne Technik wird bei dem Gerät nur die notwendige Menge an Röntgenstrahlung zur Erzeugung eines aussagekräftigen Bildes verwendet. Einige Untersuchungen können mit erheblich reduzierter Dosis angefertigt werden, z.B. CT der Nasennebenhöhlen. Die gemessenen Dosiswerte werden protokolliert.
Patienten mit Platzangst können sich den großen und hellen Untersuchungsraum vorher ansehen. Die modernen Geräte haben eine sehr weite Öffnung (Ring), so dass in der Regel kein Grund für eine Platzangst bei dieser Untersuchung bestehen sollte.
Für die meisten computertomographischen Untersuchungen ist es sinnvoll Kontrastmittel zu verwenden. Durch das Kontrastmittel werden die Blutgefäße kontrastiert, um besser abgegrenzt zu werden. Tumoren und Entzündungen zeigen eine vermehrte Kontrastmittelanreicherung, so dass die Strukturen ebenfalls zuverlässig erkannt werden können und gegenüber gesundem Gewebe abgegrenzt werden.
Bei CT Untersuchungen des Abdomen erhält der Patient über einen längeren Zeitraum flüssiges Kontrastmittel zu trinken, um die Darmschlingen besser beurteilen und vom umgebenen Gewebe differenzieren zu können.
Wegen der sehr guten Verträglichkeit von Röntgenkontrastmittel ist Nüchternheit nicht mehr grundsätzlich erforderlich. Lediglich bei Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes, bei denen aus diagnostischen Gründen das Organ nicht mit Speiseresten gefüllt werden sollte, ist die Untersuchung nüchtern notwendig.
Die Applikation von jodhaltigem Kontrastmittel ist heute mit einem hohen Grad an Sicherheit möglich.
Gelegentlich auftretendes Wärmegefühl während der Injektion oder ein bitterer Geschmack im Mund sind "normale" Reaktionen und klingen schnell ab.
Grundsätzlich, aber extrem selten, können Nebenwirkungen im Sinne allergoider Reaktionen auftreten. Die Nebenwirkungen können sich mit Übelkeit und Erbrechen unmittelbar bei oder nach der Injektion bemerkbar machen. Atemnot und Kreislaufreaktion sind eine extreme Seltenheit, müssen aber ggf. mit intensivmedizinischen Maßnahmen behandelt werden.
Späte Kontrastmittelreaktionen können Juckreiz und Hautausschlag sein.
Wichtige unerwünschte Wirkungen jodhaltiger Kontrastmittel sind:
Zur einfachen Risikoabschätzung wird die Bestimmung des Serum-Kreatinins und des TSH-Wertes als ausreichend betrachtet und der Patient nach entsprechenden Krankheiten befragt.
Ist eine Unverträglichkeitsreaktion bei Verwendung des i.v. Kontrastmittels zu erwarten, führen wir die Untersuchung, sofern sie noch sinnvoll ist, ohne i.v. Kontrastmittelgabe durch. Die Kontrastmittelgabe unterbleibt auch bei schwerer Nierenfunktionsstörung und bei Einnahme von bestimmten Diabetesmedikamenten (metforminhaltig).
Metformin
Gemäß Rote Liste finden sich für Biguanid-Derivate (dazu gehört Metformin) Informationen, dass die Behandlung 48 Stunden vor der geplanten i.v. Kontrastmittelgabe abgesetzt werden muss und erst 2 Tage nach der Untersuchung fortgesetzt werden soll.
Bei Diabetikern mit Metformin-Therapie und reduzierter Nierenfunktion sind ein erhöhtes Risiko einer Laktazidose durch Verminderung der renalen Ausscheidung beschrieben worden.
Hyperthyreose
Bei auffälligen Schilddrüsenwerten empfehlen wir, im Vorfeld der Untersuchung mit uns Kontakt aufzunehmen.
Meist reicht schon eine vorübergehende Schilddrüsenblockade mit Perchlorat.