Die Palliativstation mit zehn Betten ist ein Teil der Klinik für Innere Medizin des Krankenhauses der Pfeifferschen Stiftungen. Hier werden Menschen mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Krebserkrankung oder anderen chronischen Erkrankungen aufgenommen.
Palliativmedizin ist die umfassende und aktive Behandlung von Patienten, deren Erkrankung einer kurativen (heilbaren) Therapie nicht mehr zugänglich ist und für die das Behandlungsziel die bestmögliche Lebensqualität für sie selbst und ihre Angehörigen ist (Weltgesundheitsorganisation 1990).
Die Palliativmedizin bejaht das Leben, sieht das Sterben als einen normalen Prozess, will den Tod weder beschleunigen, noch hinauszögern, sondern stellt die Linderung von Schmerzen und anderer quälender Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, Luftnot, Husten, Unruhe oder andere in den Vordergrund und bietet ein System der Unterstützung an, damit das Leben der Patienten bis zum Tod so aktiv wie möglich sein kann.
Die Palliativstation befindet sich in unserem Krankenhausneubau. In wohnlicher Atmosphäre werden in acht Einzelzimmern und einem Zweibettzimmer die Patienten betreut. Angehörige und Freunde können jederzeit zu Besuch kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Patientenzimmer oder auch im Gästezimmer zu übernachten. Die Palliativstation arbeitet eng mit den Hausärzten und Ärzten anderer Fachdisziplinen zusammen. Nach zufrieden stellender Symptombehandlung wird angestrebt, die Patienten möglichst wieder nach Hause in ihr gewohntes Umfeld zu entlassen. Unser Sozialdienst unterstützt ggf. die Angehörigen bei der Kontaktaufnahme mit einem häuslichen Pflegedienst oder ist behilflich bei einer notwendig werdenden Heimaufnahme.
Im stationären Hospiz der Pfeifferschen Stiftungen besteht die Möglichkeit weiter begleitet zu werden.
Um eine ganzheitliche Behandlung sorgt sich ein speziell ausgebildetes Team der Palliativstation mit Krankenschwestern, Ärzten, Seelsorger, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Von der Palliativstation aus ist die Versorgung im ambulanten Palliativfürsorgekonzept möglich (SAPV – spezailisierte ambulante Palliativversorgung).