Als arterielle Hypertonie wird eine zeitweilige oder dauerhafte Erhöhung des systolischen und/oder des diastolischen Blutdrucks in den Arterien bezeichnet.
Die arterielle Hypertonie erhöht das Risiko, eine Erkrankung des Herz- und Kreislaufsystems oder einen Schlaganfall zu erleiden. Dies wurde in vielen Untersuchungen belegt. Deshalb ist eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung einer arteriellen Blutdruckerhöhung wichtig.
Die Diagnose einer arteriellen Hypertonie darf erst dann gestellt werden, wenn bei mehrmaliger Messung zu verschiedenen Zeitpunkten ein erhöhter Blutdruck gefunden wird.
Nach den Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga e.V ist ein Blutdruck systolisch < 120 mmHg und diastolisch < 80 mmHg optimal, eine Übersicht gibt die nebenstehende Tabelle.
Bei Menschen mit einem Diabetes mellitus oder einer Nierenfunktionsstörung sollte der Blutdruck kleiner 130/80 mmHg sein.
Wenn eine arterielle Hypertonie besteht, ist meist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Häufig wird eine Kombination verschiedener Medikamente - zum Beispiel ACE-Hemmer, ß-Blocker, Calciumantagonisten oder Diuretika - verwendet, deren Wirkung sich addiert.
Begleitend neben einer medikamentösen Behandlung ist eine Umstellung der Lebensgewohnheiten sinnvoll und wichtig. Hierzu gehören beispielsweise ein Verzicht auf Nikotin, eine Reduktion des Alkoholkonsums und eine regelmäßige sportliche Bewegung.
| systolisch | diastolisch | |
|---|---|---|---|
| optimal | < 120 | < 80 |
| normal | < 130 | < 85 |
| hoch normal | 130-139 | 85-89 |
| leichte | 140-159 | 90-95 |
mittelschwere | 160-179 | 100-109 | |
schwere | >=180 | >=110 | |