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Heilpädagogin mit Zukunftschancen

  • fotolia/© Jaren Wicklund

Soziale Arbeit ist Nächstenliebe.

Der Beruf als Berufung. Auch wenn Justine Pfarrherr das so nicht formuliert, so merkt man doch im Gespräch mit der 27-Jährigen, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat, sie helfen will. Dafür nennt sie zwei Begriffe als „Klammern”: Inklusion und Selbstbestimmung. Auf Inklusion ist ihre Arbeit in der Behindertenhilfe der Pfeifferschen Stiftungen ausgerichtet. Die Selbstbestimmung nimmt sie für sich in Anspruch und versucht, sie bei den zu betreuenden Bewohnern zu fördern.

Seit Sommer 2014 arbeitet Justine Pfarrherr bei Pfeiffers, „damals hatte ich meine zweijährige Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin abgeschlossen”, sagt sie. Wegen der Schule war sie von Braunschweig nach Magdeburg gezogen. Sie ist geblieben. Hat in der Heilerziehungspflegeausbildung ihren Freund Julian Andrae kennengelernt, der inzwischen in der Behindertenwerkstatt bei Pfeiffers arbeitet. Und jetzt mit ihr im Februar im Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft in Magdeburg, kurz EBG genannt, die Weiterbildung zum Heilpädagogen begonnen hat. „Hier vertiefen wir vieles von dem, was in der Heilerziehungspflege schon angeschnitten wurde“, erzählt Justine Pfarrherr.

Was beinhaltet das Berufsbild überhaupt? Heilpädagogen erziehen, fördern und begleiten 

Menschen jeglichen Alters, die ihren Alltag aufgrund körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung nicht allein bewältigen können. Ziel ist es, durch geeignete pädagogisch-therapeutische Maßnahmen die Eigenständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit dieser Menschen zu verbessern, ihnen ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Justine Pfarrherr nennt das aufregend, die unglaublich vielen Bereiche, in denen Heilpädagogen arbeiten können: in Frühförderzentren, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in Heimen, Kliniken, Einrichtungen zur Rehabilitation, Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Beratungsstellen. Aber auch selbstständig in einer eigenen Praxis. Will sie das? „Ich möchte erst mal bei Pfeiffers bleiben, selbst hier habe ich viele Möglichkeiten”, erklärt sie. Und nennt die begleitete Elternschaft in der Behindertenhilfe und betreutes Wohnen, da hat sie bereits erste Erfahrungen gesammelt. 

 

„Die Arbeit von Heilpädagogen ist spannend und vielseitig”

„Die Arbeit von Heilpädagogen ist spannend und vielseitig”, sagt die WahlMagdeburgerin. Das Berufsbild wird von Bildungsanbietern so umschrieben: „Heilpädagogen analysieren die Fähigkeiten und Möglichkeiten mit Hilfe diagnostischer Verfahren, erarbeiten individuelle pädagogische Konzepte und führen die hieraus abgeleitetenen pädagogischen Maßnahmen durch. Je nach Altersgruppe und Sachlage vermitteln sie schulische oder berufliche Förderung, organisieren zwischenmenschliche Kontakte, beraten Angehörige, unterstützen in Konfliktsituationen oder betreuen Rehabilitationsmaßnahmen.”

Justine Pfarrherr hat mehrere Ausbildungsanläufe genommen – Sozialassistentin, Steu-erfachangestellte, soziale Arbeit, dazwischen Praktika in der Behindertenhilfe. „Irgendwie bin ich immer wieder dahin zurückgekommen. Da fühle ich mich wohl”, sagt sie.

Wie funktiert das, Job und Schule? „Ich arbeite 25 Wochenstunden in der Behindertenhilfe, habe mittwochs von um acht bis 17 Uhr Unterricht, dazu noch zwei ,Blockwochen' im Jahr, und das zweieinhalb Jahre lang.” Dann ist sie „staatlich anerkannte Heilpädagogin“. Und kann einen Job machen, der versucht, den Menschen ganzheitlich zu betrachten, sein Umfeld mit in den Blick zu nehmen und ihm Wertschätzung entgegenzubringen sowie auf seine Fähigkeiten zu vertrauen. 

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