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Gesundheits- und Krankenpfleger

Praktische Übung: Fußbad

„Ich will Menschen beim Gesundwerden begleiten“
Wie die dreijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zum Traumjob führen kann. Die 18-jährige Magdeburgerin Maxi Pauline Roger lernt in den Pfeifferschen Stiftungen.

Maxi Pauline Roge ist 18, hat den Realschulabschluss in der Tasche und lernt nun Gesundheits- und Krankenpflegerin in den Pfeifferschen Stiftungen. Ein Beruf mit Zukunft. Sie pflegen, beraten, betreuen, unterstützen, leiten an, stehen für Gespräche zur Verfügung übernehmen medizinische Assistenz und Tätigkeiten und trösten: Gesundheits- und Krankenpfleger (oder Pflegefachkräfte) sind in Krankenhäusern, Pflege- und Wohnheimen sowie ambulanten Pflegeeinrichtungen unersetzlich. Und werden angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger.
In diese Tätigkeitsfelder wächst die junge Magdeburgerin hinien. Jetzt ist wichtig, dass der Pflegeberuf ihr Traumjob werden soll. Noch ist sie im ersten Lehrjahr. Warum will sie in die Pflege? „Ich möchte Menschen beim Gesundwerden begleiten. Kein Tag gleicht dem anderen, wir sind dicht an den Patienten dran“, sagt sie. Und räumt gleich mit einem Klischee auf: „Krankenpfleger sind nicht nur den ganzen Tag damit beschäftigt, Patienten zu waschen. Kernpunkt der Aufgabe ist, die uns anvertrauten Patienten zu beobachten, ihre Bedürfnisse und Potentiale zu erkennen und darauf einzugehen. Wenn sie beispielsweise gerade eine Operation hinter sich haben, beobachten wir sie genau, überprüfen ihre Vitalzeichen und kümmern uns um die Wundversorgung“, so Maxi Pauline Roge. 

Pamela Wolf, stellvertretende Teamleiterin und Praxisanleiterin in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Pfeifferschen Stiftungen, ist die Ansprechpartnerin für Maxi Pauline Roge. Neben Franziska Tänzer aus dem dritten Lehrjahr, zumindest war das so am Anfang. „Schüler für Schüler“ heißt das Projekt, in dem sich in den ersten Schnupperwochen die erfahrenen Auszubildenen um die Neulinge kümmern. „Dann gibt es weniger Berührungsängste“, so Frau Wolf. Maxi Pauline Roge nickt zustimmend.  

Was machen denn nun Gesundheits- und Krankenpfleger konkret?

„Sie sind immer für die Patienten da, betreuen, informieren, beraten, unterstützen und versorgen sie, assistieren den Ärzten während der Untersuchungen, halten die Akten auf dem neuesten Stand“, sagt Frau Wolf. Und geht nun ins Detail: „Um den Gesundungsverlauf festzustellen, achten sie auf Aussehen, Schlaf und Appetit der Patienten, sie messen regelmäßig Blutdruck, Puls, Temperatur und Körpergewicht, sie analysieren die Daten, dokumentieren diese systematisch und informieren die behandelnden Ärzte. Sie helfen den Patienten beim Aufstehen, bei der Körperhygiene, beim Toilettengang oder bei der Einnahme der Mahlzeiten. Sie betten bewegungsunfähige Patienten fachgerecht und verhindern Beschwerden, die durch langes liegen entstehen.“ Sie beraten und begleiten bei der Integration von chronischen Krankheiten oder handicaps ins Leben. Sie geben Hilfe zur Selbsthilfe, mobilisieren und aktivieren, um im Anschluss an das Krankenhaus mit dem Leben und den Funktionseinschränkungen zurecht zu kommen.
So vielfältig wie der Beruf ist auch die Ausbildung. Drei Jahre lang erlernt der Gesundheits- und Krankenpfleger nicht nur alle praktischen Kniffe, sondern auch die theoretischen Hintergründe – und die haben es in sich, denn diese Ausbildung hat den höchsten Theorieteil aller Ausbildungsberufe: insgesamt rund 2100 Theoriestunden. Und die absolvieren die Auszubildenden im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG) Magdeburg.

 

„Und soziale Kompetenz haben. Die steht hier bei uns ganz oben“

Muss Maxi Pauline Roge viel büffeln? „Ja, noch geht es“, sagt sie. Besonders in  Anatomie und bei den lateinischen Begriffen, da müsse sie richtig lernen. Dazu Biologie und Physik, auch Chemie und Mathe. „Diese Fächer sind in den Aktivitäten des täglichen Lebens, kurz ATL, genannt, integriert“, erklärt Frau Wolf. Theorie und Praxis wechseln sich in der Regel alle vier Wochen ab. Wer sich für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers entscheidet, dem sollte nicht nur das Lernen, sondern auch der Anblick von Blut nichts ausmachen. Er sollte auch die Nerven in Stresssituationen behalten. „Und soziale Kompetenz haben. Die steht hier bei uns ganz oben“, so die Ausbilderin. Man müsse ganz klar sagen, dass es körperlich wie emotional ein anspruchsvoller Beruf ist. Wichtig sei auch ein gewisses Maß an Empathie. Und man sollte teamfähig sein. Als Solist komme man nicht weit. Hier braucht man Team-Player mit fachlicher, emotionaler und sozialer Kompetenz. Da die Patienten rund um die Uhr versorgt werden wollen, wird nicht nur tagsüber gearbeitet, sondern auch nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen. Hier in der Klinik mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30-40 Stunden im Drei-Schicht-System. Das Positive: Zum Ausgleich gibt es nicht nur Gehaltszuschläge, sondern auch Freizeitausgleich. Maxi Pauline Roge zuckt mit den Schultern. „Ist in Ordnung so“, sagt sie. Ebenso für Pamela Wolf, 30 Jahre jung, mit ihrem zweijährigen Söhnchen Emil. Da ihr Lebensgefährte nicht in Schichten arbeitet, ist sie im Job flexibel. Findet es schön, auch mal nachts zu arbeiten. Während der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger geht es durch die verschiedenen Bereiche der Klinik - von der Inneren und über die Chirurgie, Orthopädie und Geriatrie bis hin in die Alten- und Behindertenhilfe. „Die Auszubildenden lernen so ein ganz großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten kennen“, sagt Frau Wolf.In der Regel spezialisieren sich Pfleger im Laufe ihrer Berufslaufbahn auf bestimmte Bereiche. Deshalb sollte die Ausbildungszeit genutzt werden, um herauszufinden, welcher Fachbereich einem besonders liegt. So kann man sich anschließend fachspezifisch weiterentwickeln. Nämlich zur Fachkraft für Anästhesie, Psychiatrie oder Onkologie. Oder etwa Pflegepädagogik studieren. Dann später selbst Pflegefachkräfte ausbilden. Und wer lieber im Management arbeiten will, dem steht später mit einem Zusatzstudium der Weg als Stationsleiter oder als Pflegedienstleiter offen... Soweit denkt Maxi Pauline Roge noch nicht. Erst mal alles kennenlernen, erst mal hier alles erfolgreich absolvieren. Jedenfalls ist sie sicher, mit dem Beruf und unserer Einrichtung das Richtige gefunden zu haben. 

 

Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Voraussetzungen, um nach dem Krankenpflegegesetz für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger zugelassen zu werden, sind ein Realschulabschluss bzw. eine andere gleichwertige Schulbildung oder wer die Fachhochschulreife bzw. das Abitur besitzt und die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes erfüllt. Möglich ist auch ein duales Studium an einer Hochschule. Dabei wird die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger mit einem Bachelorstudium kombiniert. Gelernt und geübt wird parallel in der Krankenpflegeschule, der Hochschule und im Krankenhaus. Wer Interesse an einer Berufsausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger hat, kann sich in den Pfeifferschen Stiftungen informieren. Oder sich auch gleich bewerben: alle Unterlagen an die Pflegedirektion in der Pfeifferstraße 10 in Magdeburg. So wie es Maxi Pauline Roge gemacht hat. Jedenfalls ist sie sicher, hier bei Pfeiffers das Richtige gefunden zu haben. Und sie weiß: Nach der Ausbildung haben Gesundheits- und Krankenpfleger sehr gute Perspektiven. Das Gesundheitswesen ist eine Wachstumsbranche. Der Markt für professionelle Pflege wächst rasant, aber es fehlt immer mehr fachlicher Nachwuchs, besonders jetzt schon in den ländischen Regionen.  

 

 

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